Warframe im Test

22.01.2014 um 16:56 von Games.de

Mit Freunden macht's immer mehr Spaß

Koop-Spiele sind wahnsinnig beliebt, sei es Left 4 Dead oder Borderlands. Warframe setzt ebenfalls auf Koop und das voll und ganz. Macht allein das schon das Spiel zu einer spaßigen Angelegenheit?

Warframe ist nicht gerade ein Spiel, bei dem man von einer tiefgehenden und spannenden Hintergrundgeschichte sprechen kann: Ihr spielt einen der Tenno, einer alten Zivilisation von Kriegern, die viele Jahrhunderte damit verbracht haben, in Cryopods zu liegen. Im Spiel wird die Galaxie nun von den kriegerischen Grineer bedroht und nur ihr könnt sie aufhalten. Im Rahmen eines kurzen Tutorials, das euch die Steuerung erklärt, werdet ihr also aus dem Kälteschlaf entrissen und fortan auf die verschiedensten Planeten geschickt, um dort linear aufgebaute Missionen zu erfüllen und der bösen Alien-Rasse den Hintern zu versohlen.

Vieles vom Gleichen

Missionen gibt es sehr viele, ihr kommt also nicht so schnell an den Punkt, an dem es nichts mehr zu tun gibt. Allerdings erkauft Warframe sich dies mit einem sehr eintönigen Design. Ihr lauft stets durch schlauchige, oftmals gleichaussehende Levels und ballert alles nieder, was sich euch in den Weg stellt. Das soll aber nicht heißen, dass das Spiel keinen Spaß macht - im Gegenteil. Zockt ihr es mit bis zu drei Freunden gemeinsam, wird Warframe zu einer richtigen Gaudi. Koop macht halt alles besser und das gilt auch für dieses Spiel.

Kameraden

Verbündete unterstützen dich im Kampf.

Doch das ist nicht der einzige Grund, warum man bei Warframe gerne stets das Gleiche macht. Die größte Motivation sind schließlich die Rollenspielanleihen: Ihr sucht euch keine feste Charakterklasse aus, sondern greift auf zwölf Kampfanzüge zurück, bei denen es sich um die namensgebenden Warframes handelt. Diese sind auf unterschiedliche Sachen spezialisiert wie Magnetismus oder Elektrizität. Zu Beginn sucht ihr euch einen von drei Warframes aus, im Laufe des Spiels könnt ihr euch auch die anderen erarbeiten. Das Besondere ist zudem, dass ihr keinen globalen Level habt, sondern jeder Warframe und jede Waffe separat im Rang aufsteigt.

Tolles, aber zeitaufwendiges Casting

Sehr zuträglich für die Motivation sind die Blaupausen. Das sind Rezepte für neue Waffen und Rüstungen, die ihr euch im Shop kaufen könnt oder am Ende von Missionen erhaltet. Ab und zu gibt es diese auch als Login-Belohnungen. Zur Herstellung der Items benötigt ihr zudem noch die passenden Ressourcen, das Craften selbst nimmt dann auch nochmal einiges an Zeit in Anspruch, so lange ihr nicht mit echtem Geld nachhelft. Ihr könnt euch aber keine direkten Vorteile für das Spiel erkaufen, Nichtzahler müssen einfach nur mehr Geduld mitbringen.

Charaktervielfalt

Gut designete Charaktere machen das Spiel einzigartig.

Technisch ist Warframe im Bereich der Free to Play-Titel mit eines der hübschesten Spiele. Es bietet gestochen scharfe Texturen, tolle Shader-Effekte, flüssige Animationen und wirkt in sich einfach sehr stimmig. der Sound des Spiels erreicht nicht so ein Niveau, ist aber alles in allem annehmbar.


Fazit

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Beiträge: 26
Punkte: 167.737

Betrachtet man nur den Sektor der Free to Play-Games, ist Warframe bis dato der wohl beste Koop-Actiontitel, den ihr spielen könnt. Auch wenn das Missionsdesign zu wünschen übrig lässt, macht es mit Freunden einfach viel Spaß, sich durch die Levels zu ballern und dabei Ressourcen und Blaupausen zu sammeln, um aus diesen neue Waffen und sonstige Items zu basteln. Ohne den Einsatz von Echtgeld braucht das zwar einiges an Zeit, aber nun gut, dafür muss man eben auch nichts für den Titel zahlen. Zudem ist es grafisch eines der besten F2P-Spiele. Wer auf flotte, kurzweilige Koop-Action steht, sollte Warframe eine Chance geben.


Pro

  • großer Koop-Spaß
  • sehr gute Grafik
  • Crafting motiviert

Contra

  • Nichtzahler müssen Geduld mitbringen
  • Missionen bieten kaum Abwechslung

Spielbewertung82%

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