League of Legends im Test

29.01.2014 um 16:37 von Games.de

Die meisten Spieler, der größte Spaß?

Das MOBA-Genre ist schon längst auf dem Durchmarsch, immer mehr Titel dieser Art erblicken das Licht der Welt. Mit eines der ersten und das erfolgreichste MOBA-Spiel ist League of Legends. Wir haben es nun mal getestet.

Es soll ja Leute geben, die haben noch nie etwas vom MOBA-Genre gehört und wissen gar nicht, worum es dabei geht. Für diejenigen wollen wir also nochmal kurz zusammenfassen, was es zu wissen gilt: MOBA steht für Multiplayer Online Battle Arena und geht ursprünglich zurück auf Custom-Maps für das Strategiespiel Starcraft von Blizzard. Basierend auf diesen gab es dann für Warcraft 3 die Custom-Map Defense of the Ancients, kurz Dota. Bis daraus dann aber MOBA als richtiges Genre mit eigenständigen Spielen wurde, sind ein paar Jahre ins Land gezogen. Zum Massenphänomen wurde das Genre erst mit League of Legends im Jahr 2009.

Wie geht das denn nun?

Wie funktioniert nun ein MOBA-Spiel? Das ist ganz einfach zu beantworten: Zwei Teams treten auf symmetrisch aufgebauten Karten gegeneinander an. Jeder Spieler steuert einen Helden, dazu kommen KI-gesteuerte Diener, die sogenannten Creeps, die auf beiden Seiten kämpfen. Die Helden haben alle unterschiedliche Fähigkeiten, können aufleveln und so neue Angriffe und Zauber erlernen. Außerdem sammelt ihr mit diesen Gold, das ihr beim Händler gegen nützliche Gegenstände, zum Beispiel Waffen, eintauschen könnt. Alles, was ihr euch in einem Match erspielt, ist aber nur temporär für dieses gültig. Ziel einer jeden Partie ist es, die Basis des gegnerischen Teams zu zerstören.

Und damit hätten wir auch zusammengefasst, wie League of Legends funktioniert, zumindest was den Kern des Spiels betrifft. Auf aktuell vier Karten - es dürften ruhig mehr sein - kämpft ihr hier mit einem von mehr als hundert verfügbaren Helden um den Sieg. Ihr könnt euch aber nicht einfach einen Charakter frei aussuchen.

Das ist fair!

LoL, so die gebräuchliche Abkürzung, ist ein Free to Play-Spiel. Wollt ihr einen bestimmten Helden haben, müsst ihr diesen entweder mit echtem Geld kaufen oder mühsam freispielen. Allerdings gibt es jede Woche zehn Charaktere, die euch kostenlos zur Auswahl stehen. Und da hier kein Held übermächtig ist beziehungsweise besser als andere, könnt ihr euch mit Geld auch keine Vorteile gegenüber anderen Spielern erkaufen. Die Inhalte, die ihr nur für Echtgeld bekommt, sind rein kosmetischer Natur.

Neben dem klassischen MOBA-Prinzip hat League of Legends mittlerweile aber auch noch einen weiteren Spielmodus zu bieten. Dominion nennt sich dieser und erinnert stark an Battlefield: Auf der Karte gibt es fünf Punkte, die es zu erobern gilt. Beide Teams starten dabei mit 500 Punkten auf ihrem Konto. Nimmt Team A einen Kontrollpunkt ein, verliert Team B Punkte. Je mehr ein Team kontrolliert, desto schneller sinkt die Punktzahl der gegnerischen Partei. Das macht genau so viel Spaß wie das normale MOBA-Prinzip und bringt ein wenig Abwechslung in das Genre. Weitere Spielmodi werden bestimmt noch folgen.

Alles in allem kann man schon nachvollziehen, warum League of Legends mit 67 Millionen aktiven Spielern im Monat das meistgespielte Spiel der Welt ist. Die niedrigen Anforderungen an die Hardware tragen vermutlich auch ihren Teil dazu bei, haben aber auch ihren Preis: League of Legends hat zwar einen stimmigen Comic-Look, ist technisch aber kein Highlight. Ein Dota 2 sieht da schon wesentlich hübscher aus.


Fazit

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Muss man League of Legends eigentlich noch irgendjemandem empfehlen? Gefühlt spielt es doch eh schon die halbe Welt - und das aber auch zu recht. Wir wollen an dieser Stelle nicht behaupten, dass LoL der beste Vertreter seines Genres ist. Mit Dota 2 gibt es schließlich sehr starke Konkurrenz, die grafisch auch noch mal eine Schippe drauflegt. League of Legends hat mit dem Dominion-Modus und dem sehr fairen Free to Play-Modell aber definitiv seinen Reiz und ist perfekt spielbar.


Pro

  • über 100 Helden, alle ohne Geld erspielbar
  • perfekte Spielbarkeit
  • sehr ausbalanciert
  • Dominion-Modus sorgt für Abwechslung

Contra

  • technisch nicht mehr auf dem neuesten Stand
  • nur vier Karten

Spielbewertung86%

  • 86%
  • 77%
  • 90%