Grepolis im Test

17.02.2014 um 17:44 von Games.de

Grepolis Test: Antikes Griechenland, antike Technik

Die griechische Antike - wer erinnert sich nicht daran, wie man diese einst im Geschichtsunterricht behandelt hat? Grepolis ist eines von vielen Spielen, mit denen man in diese Zeit eintauchen kann, in die Welt von Göttern wie Zeus und Hades, Poseidon und Aphrodite. Ohne Download könnt ihr direkt im Browser losspielen.

Bei Grepolis handelt es sich um ein klassisches Aufbaustrategiespiel. Griechenland ist kein geeintes Land, sondern in diverse Stadtstaaten aufgeteilt. Natürlich möchte jeder davon die alleinige Herrschaft für sich beanspruchen. Ihr übernehmt die Rolle eines Stadthalters und verfolgt das Ziel, euren Machtbereich immer weiter zu vergrößern.

Aller Anfang ist klein

Natürlich fangt ihr erst einmal klein an, müsst in eurer Polis, also eurer Stadt, Produktionsstätten errichten, um die Wirtschaft anzukurbeln. Nach und nach wächst eure Stadt und ihr könnt schon bald eure ersten Truppen rekrutieren. Und das solltet ihr auch tunlichst machen, denn sonst besteht die Gefahr, dass ihr euch bei einem etwaigen Angriff nicht verteidigen könnt.

Genau so gilt es für euch aber auch in die Offensive zu gehen. Allein mit eurer Ressourcenproduktion in der Stadt werdet ihr nicht auskommen, da bedarf es schon mehr. Also erobert ihr Bauerndörfer in der Nähe, bei denen ihr euch dann in regelmäßigen Zeitabständen Rohstoffe abholen könnt. Ihr könntet die Dörfer auch stets plündern, was spürbar ertragreicher ist, den Bewohnern aber nicht sonderlich gut gefällt. Übertreibt ihr es, werden diese sich wehren, eure Soldaten davonjagen und so die Kontrolle über ihren Heimatort zurückgewinnen.

Krieg oder Zusammenarbeit?

Richtig viel Macht erlangt ihr in Grepolis aber nicht nur durch das Erobern von kleinen Dörfern. Nein, ihr müsst andere Spieler direkt attackieren, um es zu was Großem zu bringen. Bei eurer Armee-Zusammenstellung kommt es dabei vor allem auf eine ausgewogene Mischung an, denn jeder Einheitentyp hat seine Stärken und Schwächen. Dank der Möglichkeit, euren Gegner auszuspionieren, könnt ihr euch zum Glück einen kleinen Eindruck davon verschaffen, mit was für einem Aufgebot an Truppen ihr rechnen müsst, bevor ihr einfach blindlinks dessen Stadtmauern einrennt. Natürlich könnt ihr euch aber auch mit anderen Spielern zusammentun, Allianzen gründen und mit diesen dann versuchen, die sieben Weltwunder zu bauen.

Was sich jetzt nach einem eigentlich realistischen Szenario anhört, ist aber nicht ganz von Magie befreit. Denn wie sich das bei der griechischen Antike gehört, spielen natürlich auch die Götter eine wichtige Rolle. Indem ihr einen Tempel errichtet, könnt ihr eine der Gottheiten anbeten, was euch den Zugang zu speziellen Zaubersprüchen ermöglicht. Diese können entweder euch Boni bringen oder Tod und Zerstörung für eure Feinde.

Das ist alles ganz cool soweit, aber natürlich ist Grepolis nicht frei von Makeln. Dabei meinen wir konkret die Technik: Das Spiel ist optisch eher simpel gehalten und hängt anderen 2D-Browsergames Meilen hinterher. Dafür ist es mit netten Soundeffekten und Musik untermalt - ist ja leider bei Browsergames keine Selbstverständlichkeit, hier lässt man sich aber nichts zu schulden kommen. Ein Streitpunkt sind die häufigen und teils auch langen Wartezeiten. Fast alles, was ihr im Spiel machen könnt, braucht seine Zeit. Wer Grepolis nur wenige Minuten am Tag spielen will, der stört sich nicht daran. Möchtet ihr aber auch mal länger am Stück zocken, wird euch die Warterei schnell auf die Nerven gehen. Mit Geld lässt sich natürlich etwas dagegen unternehmen, wer aber kostenfrei spielen möchte, wird die Wartezeiten in Kauf nehmen müssen.


Fazit

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Beiträge: 26
Punkte: 167.737

Tja, Grepolis, dich zu bewerten fällt nicht leicht. Denn spielerisch hast du eigentlich genug zu bieten, damit man auch auf lange Sicht Spaß mit dir haben kann. Allerdings bist du wirklich nur für Gelegenheitsspieler geeignet, die dir nur für insgesamt ein paar Minuten am Tag einen Besuch abstatten. Und ja, wir müssen es leider so sagen: Du bist keine Schönheit. Nein, ein Topspiel bist du ganz sicher nicht, aber wenn man das antike Griechenland als Szenario mag, kann man sich ruhig mal mit dir befassen.


Pro

  • gute Spielmechanik
  • Szenario gut umgesetzt
  • nette Soundkulisse

Contra

  • schwache Optik
  • Wartezeiten verhindern den Spaß an längeren Sessions

Spielbewertung77%

  • 78%
  • 55%
  • 88%