25.12.2016 um 15:23 von michael meiner

Test / Review: Stardew Valley auf Xbox One und Playstation 4

Wer kennt das nicht? Manchmal ist einem einfach alles zu viel. Der Job nervt, dass Privatleben ist anstrengend und ein Ende des Tunnels aus immer gleichen Tagen ist noch lange nicht in Sicht! Der Hauptdarsteller aus Stardew Valley hat zum Glück einen Ausweg aus dieser Situation gefunden, denn kurz vor einem Burnout erbt der junge Mann (oder wahlweise die junge Frau) eine Farm im idyllischen Stardew Valley. Mit anderen Worten, ein idealer Zeitpunkt um der Tretmühle zu entkommen und etwas Neues zu versuchen.

Ein neues Leben auf der Farm!

Nach der Ankunft in Stardew Valley ist der Schock jedoch groß: Die Farm entpuppt sich als Bruchbude, die Felder und Äcker sind verwildert, die einzige Scheune des Anwesens liegt in Trümmern. Glücklicherweise gehören von Spitzhacke und Gießkanne bis zur Axt jede Menge Werkzeuge zur Erbmasse, sodass einer erfolgreichen Wiedereröffnung eurer Farm eigentlich nichts mehr im Wege steht. Bereits nach wenigen Spielminuten in Stardew Valley zeigt sich deutlich, wie anstrengend das Leben eines Farmers sein kann. Felder und Beete wollen angelegt, Bäume gefällt und Rohstoffe abgebaut werden. Während ihr eurer Arbeit nachgeht, solltet ihr die Energie eures Charakters stets im Auge behalten und frühzeitig zu Bett gehen, um neue Kraft zu tanken.

Erste Schritte in Stardew Valley

Um ein Beet oder ein Feld anzulegen, nutzt ihr eure Hacke um den Boden aufzulockern. Dann gilt es, im örtlichen Laden Saatgut zu besorgen und in die Erde zu bringen. Anschliessend bewässert ihr eure Setzlinge mit der Gießkanne und habt dann eigentlich nichts weiter zu tun, als zu warten bis ihr die Ernte einfahren könnt. Allerdings klingt das wesentlich simpler, als es eigentlich ist, denn wer erfolgreich sein will, hat weit mehr zu tun, als Bäume zu fällen und Pflanzen zu bewässern. Denn um ein neues Leben zu beginnen, benötigt man natürlich auch Freunde oder sogar eine Frau an seiner Seite.

Neue Nachbarn in Stardew Valley

Um euch bei den Einwohnern von Pelican Town beliebt zu machen, müsst ihr euch den knuffigen Gestalten vorstellen und ihnen gegebenenfalls einen Gefallen tun. Auf diese Weise freundet ihr euch im Verlauf der Zeit mit euren Nachbarn an und werdet zu einem Teil der Stardew Valley Gemeinschaft. Allerdings ist auch in dem malerischen Städtchen nicht alles in bester Ordnung. Das Community-Zentrum, einst der Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens liegt in Trümmern, obendrein wird die Idylle von der JoJa-Corparation bedroht, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Stadt nach ihren Wünschen zu modernisieren. Neben dem Saatgut-Shop findet ihr im Städtchen auch noch einen Zimmermann, der euch dabei hilft, die Farm zu erweitern und einen Schmied, bei dem ihr Erze kaufen oder eure Werkzeuge veredeln lassen könnt.

Die vier Jahreszeiten in Stardew Valley

Das Jahr in Stardew Valley folgt den Jahreszeiten. Jede Jahreszeit ist in 30 Tage aufgeteilt, in denen ihr die unterschiedlichsten Pflanzen anbauen, sammeln und ernten könnt. Höhepunkt einer jeden Saison sind die Festivals, die von den Bewohnern der Stadt ausgerichtet werden. Hier stellt ihr eure besten Kürbisse aus oder beteiligt euch an netten Minispielen wie Wettangeln oder Dosenwerfen. Die Festivals sind obendrein eine hervorragende Möglichkeit, um sich die kleinen Geschichten eurer Nachbarn anzuhören. Auf diese Weise erfahrt ihr nicht nur von den Sorgen und Nöten der Menschen, sondern lernt auch ihre Vorlieben kennen, sodass ihr bei Geburtstagen und Festen das richtige Geschenk parat habt.

Stardew Valley ist, was ihr daraus macht!

Das Schöne an Stardew Valley ist, dass es euch absolute spielerische Freiheit im besten Sinne gibt. Wer sich nur um seine Farm kümmern möchte, kann dies ebenso tun, wie ambitionierte Community-Manager, die die Stadt anhand von kleinen Aufträgen aufmöbeln und auf diese Art den Bewohnern helfen. Das es in Stardew Valley natürlich auch jede Menge Geheimnisse gibt, sollte euch spätestens beim Besuch der örtlichen Abenteurer Gilde bewusst werden. Trotz der zahlreichen Möglichkeiten, solltet ihr eure Farm nie ganz aus den Augen lassen, denn nur wer seine Ernte, gesammelte Kräuter und Rohstoffe verkauft, hat die Möglichkeit, sich wie in einem Rollenspiel weiter zu entwickeln und neue Möglichkeiten des Craftens zu erwerben.

Fazit: Wir lieben es!

Stardew Valley ist eines der liebesvollsten, abwechslungsreichsten und erfüllendsten Spiele der letzten Jahre. Die zahlreichen Möglichkeiten und die liebevolle 16-Bit-Inszenierung lassen euch wieder und wieder ins Tal zurückkehren. Jeder, der auf der Suche nach einer tollen, stressfreien Spielerfahrung ist und mit der charmanten Optik etwas anfangen kann, sollte sich Stardew Valley bei Xbox Live oder im PlayStation Store besorgen. Einen Wermutstropfen gibt es dennoch: Die Konsolenversionen von Stardew Valley sind im Moment noch mit englischen Texten versehen, eine dt. Version befindet sich angeblich in Arbeit.



Michael Meiner
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